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KONRAD-ADENAUER-GYMNASIUM

Herzlich Willkommen am KAG in Meckenheim!

Begabtenförderung am Konrad-Adenauer-Gymnasium 

„Jedem Kind zur optimalen Entfaltung seiner individuellen Persönlichkeit zu verhelfen, ist der Auftrag des Staates an die Schule.“  


Was versteht man unter Begabung?

 

Aus einer Vielzahl von Definitionen von (Hoch-)begabung wird hier die Begriffserklärung von Prof. Dr. Franz Mönks  favorisiert. Allgemein ist Hochbegabung Ausdruck eines deutlichen Entwicklungsvorsprungs, der sich in unterschiedlichen Bereichen äußern kann:
• geistig-intellektuelle Begabung: kann sich auf ein Gebiet (z. B. Sprachen, Mathematik) oder auf mehrere erstrecken
• musisch-künstlerische Begabung: Befähigung auf musikalischem Gebiet (z. B. beim Spielen eines Musikinstruments) und auf künstlerischem (z. B. beim Zeichnen, Schauspielen)
• soziale Begabung: Befähigung zum besonders guten Umgang mit Menschen, z. B. Einfühlungsvermögen, Streitschlichtungsfähigkeit, Führungsqualität
• psychomotorische Begabung: für alle Bereiche relevant, in denen körperliche Geschicklichkeit eine Rolle spielt, z. B. beim Sport, Tanzen und Basteln


Am KAG wird ein weiter Begabungsbegriff zugrunde gelegt. Begabungen werden als Befähigung bzw. Anlagepotenzial zu besonderen Leistungen betrachtet, die nur dann erbracht werden können, wenn die Umweltbedingungen und die Motivation stimmen. 
 
Wie erkennt man besonders begabte Kinder?

 

„Die größten Talente liegen oft im Verborgenen.“ 

 

Es gibt viele verschiedenen Checklisten, in denen Merkmale aufgelistet sind, die für hochbegabte Kinder und Jugendliche typisch sein sollen. Schwierigkeiten sind dabei die unzureichende wissenschaftliche Prüfung und die vage Formulierung der Kriterien. Außerdem sind die meisten der aufgelisteten Verhaltensweisen abhängig vom Bildungs- und Förderangebot, das den Kindern geboten wird. Eine Testung des Kindes mit einem Intelligenztest ist in vielen Fällen ratsam, manchmal auch nötig. Wenn man die erwähnten Einschränkungen berücksichtigt, kann die folgende Checkliste  die Aufmerksamkeit von Eltern und Lehrern stärken, hochbegabte Kinder und Jugendliche zu erkennen.


1. Merkmale des Lernens und des Denkens, die auf eine hohe Begabung hinweisen können:
• hohes Detailwissen in einzelnen Bereichen
• ungewöhnlicher Wortschatz für das Alter
• ausdrucksvolle, ausgearbeitete und flüssige Sprache
• ausgeprägte Fähigkeit, sich Fakten schnell merken zu können
• genaues Durchschauen von Ursache-Wirkungs-Beziehungen
• intensive Suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden
• gutes Erkennen von zugrunde liegenden Prinzipien bei schwierigen Aufgaben
• besondere Fähigkeit, gültige Verallgemeinerungen leicht herzustellen
• außergewöhnlich gute Beobachtungsgabe
• selbstmotiviertes Lesen vieler Bücher; Bevorzugung von Büchern, die über die Altersstufe deutlich hinausgehen
• kritisches, unabhängiges und wertendes Denken


2. Arbeitshaltung und Interessen, die ein Hinweis auf eine Hochbe-gabung sein können:
• Aufgehen in bestimmten Problemen
• Bemühen, Aufgaben stets vollständig zu lösen
• Langeweile bei Routineaufgaben
• Streben nach Perfektion in manchen Bereichen
• Selbstkritik
• kritische Haltung gegenüber dem eigenen Tempo oder Ergebnis
• Bevorzugung von unabhängigem Arbeiten, um hinreichend Zeit für das Durchdenken eines Problems zu haben
• Setzen von hohen Leistungszielen und Lösen (selbst) gestellter, anspruchsvoller Aufgaben mit einem Minimum an Anleitung und Hilfe durch Erwachsene
• Interesse an vielen „Erwachsenenthemen“ wie Religion, Philosophie, Politik, Umweltfragen, Sexualität, Gerechtigkeit in der Welt etc.


3. Merkmale des sozialen Verhaltens, die ein Hinweis auf eine Hochbegabung sein können:
• Beschäftigung mit Begriffen wie Recht/Unrecht, Gut/Böse und Bereitschaft, sich ggf. gegen Autoritäten zu engagieren
• Individualismus
• Akzeptanz von Meinungen von Autoritäten erst nach einer kritischen Prüfung
• Fähigkeit zur Verantwortungsübernahme und Zuverlässigkeit in Planung und Organisation
• Wahl von Gleichbefähigten, häufig Älteren als Freunde
• Neigung, schnell über Situationen zu bestimmen
• Einfühlungsvermögen und Aufgeschlossenheit gegenüber politischen und sozialen Problemen

Warum müssen begabte Kinder und Jugendliche besonders gefördert werden? 

 

Es ist kein Luxus, große Begabungen zu fördern; es ist Luxus, und zwar sträflicher Luxus, dies nicht zu tun.“  

 

Begabte Schüler sind nicht automatisch diejenigen, die besonders gute Leistungen in der Schule erzielen. Einige langweilen sich im Unterricht sehr, da sie das, was in 45 Minuten erarbeitet werden soll, bereits in den ersten 10 Minuten der Stunde erfasst haben. Sie ziehen sich dann z. B. in Tagträume zurück oder fallen durch störendes Verhalten auf. Als Dispositionen oder Potenziale sind Begabungen zunächst unterschiedlich angelegt. Um das gesamte Begabungspotenzial bis zur Höchstleistung entfalten zu können, sind in allen Bereichen fast immer lange Lern- und Übungsphasen notwendig. Das Kind bzw. der Jugendliche ist dabei auf eine Förderung durch seine Umwelt angewiesen. Es ist ein Irrtum, zu glauben, dass besonders Begabte ihre Fähigkeiten allein, ohne fremde Hilfe vervollkommnen können. Für Spitzenleistungen in der Musik und im Sport ist langjähriges intensives Üben und Trainieren unter fachkundiger Anleitung nötig. Genauso verhält es sich auch mit der intellektuellen Leistungsfähigkeit. Sie sollte dauerhaft durch herausfordernde Aufgabenstellungen und Wissensver-mittlung gefördert sowie durch Anerkennung und Lob bestärkt werden. Vernachlässigte, nicht in Anspruch genommene Fähigkeiten werden nur unzureichend entwickelt oder verkümmern ganz.


Wie werden begabte Kinder und Jugendliche am KAG besonders gefördert?

 

Begabte Schüler werden am KAG durch Akzeleration (höheres Lerntempo ) und Enrichment (Anreicherung) auf verschiedenen Ebenen gefördert.


Unterrichtsgestaltung:
• Individualisierung bei der Gestaltung von Lernprozessen
• Vermittlung methodischer Kompetenz (das Lernen lernen, Präsentationsmethoden)
• eigenständiges Lernen, z. B. durch Arbeit an Projekten, offene Unterrichtsformen, Erarbeitung von Ausstellungen
• vernetztes Denken durch fachübergreifendes und fächerverbindendes Lernen 
• Entwicklung kommunikativer und personaler Kompetenz
• Förderung der Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern 


Arbeitsgemeinschaften, u. a.:
• Behindertenarbeit
• Blickpunkt-Redaktion
• Campus-AG (Sport)
• Chor
• DELF/DALF (Französisch)
• Homepage-Gestaltung
• Schulsanitätsdienst
• Streitschlichtung
• Tanz-AG
• Theater-AG


Wettbewerbe, z. B.:
• Be smart – Dont`t start!
• Bundesjugendspiele
• Bundes- und Landeswettbewerb Philosophischer Essay
• Bundeswettbewerb Jugend debattiert
• Bundeswettbewerb Mathematik
• „Demokratisch Handeln” - Was ist das?
• „denkmal aktiv“ – Kulturerbe macht Schule
• Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten (Körber-Stiftung)
• Jugend forscht
• lyrix-Wettbewerb
• Mathematik-Olympiade
• Schreibwettbewerb „Schöne deutsche Sprache“
• Schüler experimentieren
• Schülerwettbewerb zur politischen Bildung
• Vorlesewettbewerb des deutschen Buchhandels für alle 6. Klassen
• Wettbewerb „Kinder zum Olymp!“


Sommerakademien, z. B.:
• Mathematische Sommerakademie NRW
• Sommerakademie der Hochbegabtenstiftung der Kreissparkasse Köln
• Sommeruniversität der Friedrich-Ebert-Stiftung


Persönlichkeitsentwicklung und Kreativitätsförderung:
• Kunstatelier
• Mitwirkung beim Musical
• Theateraufführungen
• Betreuung und Förderung jüngerer Schüler
• Treffen begabter Schüler (Knüpfen und Pflegen von Kontakten untereinander)


Individuelle Betreuung begabter Schüler:
• Führung eines Entwicklungsportfolios
• Gespräche mit Schülern und Eltern über die Entwicklung und den Umgang mit der besonderen Begabung
• Stärkung der Wahrnehmung von Begabung als positives Potential


Kooperation mit außerschulischen Partnern, u. a.:
• Hochbegabtenstiftung der Kreissparkasse Köln
• Landes- und Universitätsbibliothek Bonn
• Museen, z. B. Deutsches Museum Bonn, Haus der Geschichte in Bonn, Heimatmuseum Meckenheim, LVR-Museum Bonn
• Theater: Junges Theater Bonn, Theater und Oper Bonn, Theater Marabu
• Universität Bonn und Köln (auch Kinderuni)


Fühlt ihr euch angesprochen? Sind Sie Eltern eines besonders talentierten Kindes? Bitte wenden Sie sich/wendet euch bei Beratungswünschen, Interesse an Wettbewerben oder Fragen in einem persönlichen Gespräch oder über das Sekretariat an 

Frau Härtel (Koordinatorin für die Begabtenförderung am KAG).


Hier die Teilnehmer der Internationalen Physikolympiade und Science Olympiade unserer Schule 2016:

Ein Bericht von Laura Kersting, Q1

Lennart Kersting, 9a (IPhO 1. Runde und Science Olympiade 1. & 2. Runde), Laura Kersting, Q1 (IPhO 1. & 2. Runde), Christian Bartz (Science Olympiade 1. & 2. Runde)

47. Internationale Physik Olympiade und Science Olympiade

Im Herbst letzten Jahres startete die 47. Internationale Physik Olympiade (IPhO). Als ich die Aufgabe von Herrn Rothe bekommen habe, war ich erstaunt wie vielfältig die Anforderungen doch waren. Es musste experimentiert, ausgewertet und auch theoretisch gearbeitet werden. Z.B. ging es um ein Zyklotron oder eine schwimmende Scheibe. Die Aufgaben der ersten Runde werden, genauso wie die der zweiten, zu Hause selbständig bearbeitet und abgegeben und die Bearbeitung nimmt doch einige Zeit in Anspruch. Ab der dritten Runde, die die ca. 50 Besten erreichen, geht es dann zu einem einwöchigen Auswahlseminar, bei dem das deutsche Team zusammengestellt wird. Die 4. und letzte Runde findet dann als Internationaler Wettbewerb im Ausland statt. Auch wenn man nicht alle Runden schafft -und das ist sehr wahrscheinlich, da die Aufgaben sehr anspruchsvoll sind – lohnt sich die Teilnahme. Es macht Spaß, auch mal selbst etwas zu messen oder sich mit Themen fern ab vom Unterricht zu befassen und es gibt für jede geschaffte Runde eine Urkunde.Wer nicht gleich mit der IPhO einsteigen will kann auch erst an der Science Olympiade teilnehmen, die für die Sek I gedacht ist und in der auch experimentiert und theoretisch über mehrere Runden gearbeitet wird.Veranstaltet werden beide Wettbewerbe vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel.